Anne ist 42, verheiratet, arbeitet im mittleren Management und kümmert sich um ihre zwei Kinder. Nach außen wirkt sie organisiert, erfolgreich und souverän, fast alles unter Kontrolle. Aber innerlich spürt sie schon seit Jahren, dass etwas in ihr blockiert. Sie versucht, normal zu wirken, perfekt zu funktionieren. Langsam steigt in ihr der Gedanke auf, dass es sich etwas aus ihrer Kindheit handeln könnte, das sie lange verdrängt hat. Ein Trauma? Ihre Anspannung lässt kaum mehr nach
Bei Anne reichen kleine Auslöser, um sie plötzlich in die Vergangenheit zurückzuversetzen. Ein Wort, ein Gedanke, ein bestimmtes Musikstück oder ein Geruch katapultieren sie sofort in die traumatische Situation. Es fühlt sich so real an, dass sie innerlich in totale Übererregung gerät, gleichzeitig aber körperlich erstarrt oder gelähmt ist. Ihr Herz rast, die Hände zittern, der Atem stockt, manchmal spürt sie lähmende Schmerzen oder einen Druck im Brustkorb, der sie kaum noch bewegen lässt.
Flashbacks kommen plötzlich aus dem Nichts, überraschend und intensiv, ohne Vorwarnung, und sie kann nichts dagegen tun. Körperlich spürt Anne chronische Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen, Zittern und extreme Erschöpfung.
Dabei lebt sie in innere Unruhe und hat gleichzeitig das Bedürfnis, alles perfekt zu machen. Gespräche, Meetings oder laute Geräusche können sie in Panik versetzen. Zu Hause ist sie oft gereizt, zieht sich in sich zurück oder hat das Gefühl, nur noch „funktionieren“ zu müssen, obwohl sie ihre Kinder und ihren Mann liebt. Lähmungserscheinungen oder kurze Dissoziationen hindern sie manchmal daran, voll präsent zu sein, und sie kann sich an bestimmte Momente gar nicht erinnern.
Nachts wacht sie häufig auf, das Herz klopft, Gedanken rasen, Albträume reißen sie aus dem Schlaf. Je mehr sie versucht, die Erinnerungen zu unterdrücken, desto stärker werden die Symptome – innerlich steigt die Unruhe, die Angst und der Druck, während sie gleichzeitig nach außen hin die perfekte Fassade wahrt.
Stabilisieren und Ressourcen aufbauen: Zu Beginn haben wir gemeinsam Werkzeuge gesucht, mit denen Anna ihren Körper wieder als Halt erleben kann. Sie hat sich einen inneren sicheren Ort geschaffen, es gibt Atemübungen, kleine Bewegungen und kurze Pausen, um erst mal die Spannung wahrzunehmen und vielleicht einen Atemzug lang auszuhalten. Ihr Körper war lange kein sicherer Ort, das Ziel ist, dass sie merkt, dass er sie tragen kann – nicht immer, aber immer öfter.
Unvermittelten Erinnerungen begegnen: Manchmal tauchen Gefühle aus dem Nichts auf und ziehen ihr scheinbar den Boden unter den Füßen weg. Sie übt mit mir dann, nicht dagegen anzukämpfen, sondern sich im Hier und Jetzt zu orientieren. Ein Atemzug, eine Hand auf dem Brustkorb, um sich wieder im Körper zu verankern. So wächst langsam das Gefühl: „Es überrollt mich nicht, ich kann das halten.“
In den Alltag einbauen: Anna hat kurze Routinen bekommen, die sie im Tagesverlauf nutzt. Zwei tiefe Atemzüge oder die Füße auf dem Boden spüren. Diese kleinen Übungen sind aber groß für sie, wenn sie gelingen. Sie geben ihr die Kontrolle zurück und lassen Sicherheit entstehen, wo vorher nur Alarm war.
Sich selbst verstehen: Immer deutlicher erkennt Anna, welche Situationen ihren Körper in Alarm versetzen und sie merkt, dass sie manchmal reagieren kann, bevor der Stress sie packt. Es klappt nicht jeden Tag gleich gut – aber sie spürt, dass ihr Körper nicht mehr nur Gegner ist, sondern langsam wieder Verbündeter wird.
Sicherer Raum: Unsere Sitzungen geben ihr einen Ort, an dem nichts „funktionieren“ muss. Sie erlebt, dass Gefühle kommen und wieder gehen. Wir schauen das Trauma selbst noch nicht an – dafür braucht sie erst genug Stabilität. Deshalb machen wir Pausen, wenn ihr System voll ist. Ihr Tempo bestimmt die Reise.
So wie bei Anna kann auch bei dir ein neues Körpergefühl entstehen – langsam, aber spürbar. Wenn du magst, begleite ich dich auf diesem Weg. Im persönlichen Gespräch finden wir heraus, was dir jetzt wirklich guttut.
Lass uns sprechen und schauen, wie ich dich im Alltag begleiten kann. Ein erster Zoomcall hilft, mich kennenzulernen – danach können wir ein vertiefendes Gespräch in meiner Praxis vereinbaren.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie bin ich freiwillig zur Verschwiegenheit verpflichtet. Alles, was du mir erzählst, bleibt sicher bei mir.
Wenn du möchtest, schreibe mir gern über das Kontaktformular – ich melde mich zeitnah zurück.