Du sitzt im Gespräch und redest über das, was dich bewegt. Und trotzdem bleibt etwas unberührt zurück, so als würde ein Teil von dir gar nicht mitreden dürfen. Vielleicht spürst du eine Enge in der Brust, einen Kloß im Hals oder im Magen. Genau da setzt dieser Ansatz an: Er verbindet Gefühle im Körper, lässt sie da sein und drückt sie aus.
Nicht alles, was in dir wirkt, lässt sich in allerdings so leicht in Worte fassen. Besonders früh Erlebtes – aus einer Zeit, als du noch gar nicht sprechen konntest – legt sich etwas in deinem Körper ab, nicht in deinem sprachlichen Gedächtnis. Es zeigt sich später als Anspannung oder etwas diffus Unangenehmes.
Körperpsychotherapie verbindet das Gespräch mit dem, was dein Körper dir gerade zeigt. Wir schauen nicht nur auf das, was du denkst und sagst, sondern auch, wo du es spüren kannst. Das ist kein Ersatz für die Gesprächstherapie, sondern eine Ergänzung dort, wo Worte allein nicht ausreichen.
Meine über 25 Jahre Yoga-Erfahrung fließen dabei direkt mit ein. Ich weiß, was ein Körper alles zu erzählen hat, wenn man ihm zuhört und nach innen beobachtet – dieses Wissen verbinde ich mit meiner psychotherapeutischen Arbeit.
Mit Embodiment (Verkörperlichung) nutzt du die im gesamten Körper gespeicherten Erfahrungen und mit dem „Felt Sense“ kannst du das noch unklare, körperlich spürbare Gefühl anfangen in Worte zu fassen.
Auch die Polyvagaltheorie von Stephen Porges nutzen wir und binden dein Nervensystem mit ein, um Zustände wie Sicherheit, Mobilisierung und Erstarrung im Wechsel kennen und regulieren zu lernen.
Einfacher ausgedrückt nutzen wir deine Körpermuster: Das sind wiederkehrende Haltungen, Bewegungen oder Spannungszustände, die auf gespeicherten Erfahrungen beruhen.
Während du erzählst, achte ich auch darauf, was dein Körper zeigt: Heben sich deine Schultern, wird dein Atem flacher, ziehst du dich zusammen? Ich frage dann nach: Was spürst du gerade? Häufig entdeckst du dabei zum ersten Mal bewusst eine Enge oder ein Gewicht, das längst da war, aber noch nie Raum bekommen hat. Die meisten mögen das auch nicht spüren, weil es oft nicht angenehm ist.
Von dort aus arbeiten wir mit dem, was sich zeigt: mit deinem Atem, mit einer veränderten Haltung, manchmal auch in Bewegung. Wir können sitzen bleiben und spüren. Genauso können wir aufstehen im Raum oder draußen unterwegs sein, wie bei einem Walk & Talk im Volkspark Wilmersdorf.
In meiner Arbeit verbinde ich diesen körperorientierten Blick mit anderen Verfahren wie Traumatherapie, EMDR, Hypnotherapie und systemischen Ansätzen – ganz danach, was die Situation verlangt.
Bewusstes, langsames und tiefes Atmen kann deinen Körper aus dem Alarmzustand herausholen und beruhigen. Dabei übst du auch Achtsamkeit, eine bewusste Wahrnehmung dessen, was gerade da ist, ohne es gleich bewerten oder verändern zu müssen.
Wenn Gedanken kreisen und du keine Ruhe findest, hilft Erdung. Du spürst bewusst deine Füße, nimmst den Boden unter dir wahr und stärkst so die Verbindung zu deinem Körper. Du aktivierst deine inneren und äußeren Stärken, deine Ressourcen, als Grundlage für jede weitere Arbeit und profitierst von Co-Regulation: Das ist die beruhigende Wirkung, die ein entspanntes Gegenüber auf dein Nervensystem haben kann.
Wenn du auch deine Anteile kennenlernen möchtest und sie mit ins Boot holen willst, ist ein 15-minütiger Zoomcall ein guter erster Schritt. In diesem kurzen Gespräch kannst du mir deine Fragen stellen und dein Thema skizzieren.
Oft genügt dieser erste Austausch, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie wir arbeiten können und ob meine Methoden, wie Ego-State-Arbeit, Körperpsychotherapie oder Traumatherapie, für dich passen.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen. Schreibe mir gern über das Kontaktformular kurz dein Anliegen – ich melde mich zeitnah bei dir.