Deine Reise zu dir nach Hause
Die Geschichte des Zauberers von Oz ist im Grunde deine Geschichte. Wie Dorothy wirst du manchmal durch die Stürme des Lebens aus deiner gewohnten Welt gerissen und findest dich in einem fremden Land wieder. Die Wechseljahre, der Verlust des Partners, das Flüggewerden der Kinder oder andere Herausforderungen können sich wie ein Wirbelsturm anfühlen. Jetzt könnte ich vorschlagen, im Auge des Orkans in die Stille einzutauchen. Das ist aber oft das letzte, an das wir in solchen Momenten denken (können).
Aber auch, wenn du dich durch gewirbelt fühlst, trägst du genau wie Dorothy bereits alles in dir, was du für deine Reise nach Hause brauchst. Du musst dich nur daran wieder erinnern: Du suchst nach Verstand, Herz und Mut, dabei sind sie längst da, versteckt unter den Schichten der Konditionierung, deiner Ängste oder den Erwartungen anderer.
Die Vogelscheuche – deine Weisheit
Lass dir sagen, du bist klüger, als du denkst. Deine Intuition, deine Lebenserfahrung und deine natürliche Weisheit sind nicht verschwunden. Von mir aus werden sie vorübergehend von den Stimmen der Angst und des Zweifels übertönt, aber wenn du lernst, das Gedankenkarussell zu stoppen und auf deine innere Stimme zu hören, findest du zu deiner natürlichen Klarheit zurück. Ich weiß das, ich war da auch: Vor 25 Jahren als meine Mutter krank wurde und starb, habe ich entdeckt, dass Yoga nicht nur zum Dehnen der Glieder taugt. Diese eine Stunde in der Woche hat mir geholfen zur Ruhe zu kommen, das Gedankenkarussell für eine Stunde anzuhalten.
Und genau da hatte ich die Möglichkeit, mir die drei Fragen zu stellen:
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WILL ich das?
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Will ICH das?
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Will ich DAS?
Sie helfen mir bis heute dabei, die Stimmen anderer von meinen eigenen zu unterscheiden. Vielleicht helfen sie dir auch zu erkennen, dass viele deiner Verwirrungen von außen kommen, nicht von innen. Und du lernst, dass innen ein Ort der Ruhe immer existiert. Finde ihn!
Der Blechmann – dein Herz
Nach Jahren des Funktionierens fühlst du dich manchmal wie Blech. Doch dein Herz hat nie aufgehört zu schlagen. Es ist nur vorübergehend geschützt, um dich vor zu großem Schmerz zu bewahren. Wenn du lernst, wieder zu fühlen, dann öffnest du dich nicht nur für den Schmerz, sondern auch für die Freude, die Liebe und die Verbindung. Du kannst dich wieder lebendig fühlen.
Der Schlüssel dazu liegt im Selbstmitgefühl: Du lernst, dass Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern der Mut zur Authentizität. Deine Gefühle sind Boten, die dir wichtige Informationen über dich selbst und deine Bedürfnisse geben. So kannst du lernen, mit dir selbst besser und gut umzugehen, für dich zu sorgen, dir selbst Geborgenheit zu geben.
Der Löwe – dein Mut
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz der Angst zu handeln. Du hast bereits so viel Mut bewiesen in deinem Leben, du hattest nur vergessen, es so zu benennen. Jeder Tag, den du gemeistert hast, jede Krise, die du überstanden hast, ist ein Beweis für deinen Mut. Er entwickelt sich durch kleine Schritte jedes Mal, wenn du „Nein“ sagst, wenn du deine Meinung äußerst, wenn du einen neuen Weg einschlägst. Damit trainierst du deinen Mut-Muskel und spürst deine Selbstwirksamkeit. Du lernst, dass Angst ein Kompass ist, der dir zeigt, wo es für dich weitergeht.
Der Mann hinter dem Vorhang
All die großen, bedrohlichen Probleme, die dich lähmen, entpuppen sich oft als weniger mächtig, als sie zunächst erscheinen. Wie der Zauberer von Oz sind sie oft nur Projektionen deiner eigenen Ängste oder die Stimmen anderer, die du zu deinen eigenen gemacht hast: Der Mann hinter dem Vorhang ist tatsächlich nur ein kleiner dicker Mann, der wild mit den Armen fuchtelt: Wenn du den Mut fasst, hinter den Vorhang zu schauen, erkennst du: Die meisten deiner Ängste sind Strohmänner. Sie haben nur so viel Macht über dich, wie du ihnen gibst. Du lernst zu unterscheiden zwischen realen Gefahren und eingebildeten Bedrohungen.
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt
Das Originalzitat wird Lao Tzu zugeschrieben:
„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt“.
Die Reise durch Oz ist nicht nur eine Suche nach dem Weg nach Hause. Der erste Schritt ist deine Entscheidung für Heilung selbst. Jeder Schritt, jedes Abenteuer, jede Begegnung bringt dich deinem wahren Selbst näher. So wie jede Krise und Herausforderung, jeder Schmerz eine Gelegenheit darstellt, zu dir selbst zu finden. Mach dir klar, dass du nicht warten musst, bis du „fertig“ bist, um glücklich zu sein. Du musst nicht alle Probleme gelöst haben, um zu leben. Du kannst schon heute anfangen, du selbst zu sein. Die Reise ist das Ziel, nicht das Ankommen.
Es hilft dir also wenig, irgendwelche Antworten zu suchen und sie vielleicht auch zu bekommen, wenn die Fragen falsch waren. Es ist weitaus wichtiger und die Reise beginnt damit, dir selbst überhaupt die richtigen Fragen zu stellen. Nicht die, dich ich mir stellen würde. Oder dein Mann, deine Mutter oder deine Kinder. Nein, was wäre deine erste Frage, die du dir selbst stellen möchtest? Das hört sich philosophisch an, wird aber ganz pragmatisch, wenn du die richtige Frage findest. Denn sie wird dir vielleicht Angst machen, weil sich dadurch etwas Wesentliches ändern müsste, aber eben auch könnte.
Die roten Schuhe – deine Kraft
Am Ende erkennt Dorothy, dass sie die ganze Zeit über die Macht hatte, nach Hause zurückzukehren. Es waren die roten Schuhe, die sie die ganze Zeit getragen hat. Die Kraft, die du suchst, trägst auch du bereits in dir, du musst sie nur erkennen und nutzen. Dein wahres Zuhause ist gar kein Ort im Außen, sondern ein Zustand deines Seins. Es ist das Gefühl, bei dir selbst angekommen zu sein, authentisch zu leben und in Einklang mit deinen Werten zu stehen. Dieses Zuhause kannst du überall finden, denn es ist in dir.
Eine gemeinsame Reise
Wenn du merkst, dass du bereit bist für deine eigene Reise nach Hause, wenn du spürst, dass es Zeit ist, den Vorhang zu lüften und deine wahre Kraft zu entdecken, dann lade ich dich ein, diesen Weg nicht allein zu gehen. Manchmal braucht es einen anderen Menschen, der mit dir die Fragen durchgeht:
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Wo sind deine Vogelscheuche, dein Blechmann und dein Löwe versteckt?
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Was sind deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche und was hast du von anderen übernommen?
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Du bist mit jedem Schritt auf dem Weg zu dir – oder lässt du dich noch ablenken?
Und damit bist du nicht allein, wir sind viele: Der Weg ist von der Anpassung zur Authentizität, von der Taubheit zum Fühlen, von der Angst zum Mut. Den Weg gehen wir alle, jeden Tag. Diese Yellow Brick Road, der gelbe Weg, liegt vor dir. Du weißt bereits, wo sie hinführt: nach Hause zu dir selbst. Du musst nur den ersten Schritt machen. Bist du bereit?
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